Der Strand von Schiermonnikoog gehört zu den breitesten Europas. Bei Ebbe läuft man minutenlang über festen Sand, bevor man die Flutlinie erreicht, und auch in der Hochsaison findet man leicht ein ruhiges Plätzchen. Vom Badweg aus ist man in wenigen Minuten am Strand. Wer schwimmen möchte, geht zu Pfahl 7 am Ende des Prins Bernhardweg: Dort gibt es einen bewachten Badebereich. Außerhalb dieser Zone sollte man nicht weit ins Meer gehen, denn Strömung und Gezeiten sind hier stark.
Achtung: Sandbänke und Treibsand
Vor der Küste entstehen ständig neue Sandbänke, die langsam zum Strand wandern. So wird der Strand jedes Jahr ein Stück breiter. Diese Bänke sind jedoch tückisch: Weil sie ständig in Bewegung sind, kann Treibsand entstehen. Bei auflaufendem Wasser werden sie außerdem schnell überflutet, sodass man den Rückweg verlieren kann. Betreten Sie daher nie eine Sandbank, so verlockend sie auch aussieht.
Der rote Leuchtturm
Schiermonnikoog erhielt 1854 zwei Leuchttürme. Einer wurde 1909 außer Betrieb genommen, zum Wasserturm umgebaut und dient heute als Telekommunikationsturm: das ist der weiße Turm. Der rote Leuchtturm ist noch immer für die Schifffahrt in Betrieb. Seit 1911 erkennt man ihn an vier Lichtblitzen, gefolgt von einer Pause. Da er noch in Betrieb ist, kann man ihn nicht besteigen. An einem klaren Abend sieht man vom Strand aus auch das Licht von Ameland, mit drei Blitzen und einer Pause.
Der Westerplas
Westlich des Deichs, den John Banck um 1860 anlegen ließ, lag früher eine Salzwiese: Land, das bei Hochwasser größtenteils überflutet wird. Ende der 1950er-Jahre wurde dieses Gebiet vom Meer abgetrennt. So entstand ein Polder mit einem Süßwassersee: dem Westerplas. Er ist einer der besten Orte der Insel zur Vogelbeobachtung. An der Südwestseite steht eine frei zugängliche Vogelbeobachtungshütte. Nehmen Sie ein Fernglas mit.
Kobbeduin und Willemsduin
Früher orientierten sich Schiffe an Baken. Auf dem Kobbeduin steht die erste Bake, die man vom Dorf aus sieht, auf dem Willemsduin die zweite. Für die Schifffahrt haben sie keine Funktion mehr, aber Wattwanderer nutzen sie noch als Orientierungspunkt. Kobbeduin ist der östlichste Punkt, den man mit dem Fahrrad erreichen kann. Danach beginnt das Gebiet der Vögel, das in der Brutzeit gesperrt ist. Außerhalb der Brutzeit kann man zu Fuß weiter zur Oostpunt und zum Willemsduin gehen. Rechnen Sie damit, dass Sie unterwegs manchmal durch einen Priel waten müssen.
Der Berkenplas
Am Anfang des Prins Bernhardweg liegt mitten im Wald der Berkenplas, ein Badesee mit einem kleinen Strand. Im Sommer spielen Kinder hier herrlich im flachen Wasser. Wenn es friert und Eis liegt, wird Schlittschuh gelaufen. Neben dem See liegt Drink- & Eethuis De Berkenplas mit einer sonnigen, windgeschützten Terrasse: ein schöner Rastplatz während einer Radtour.
Die Entenkoje
Am Kooiweg liegt die Entenkoje (Eendenkooi). Von 1861 bis 1960 wurden hier Enten für den Verkauf gefangen. Heute ist die Koje ein kulturhistorisches Denkmal und wird nur noch zum Beringen von Vögeln für die Forschung genutzt. Sie kommen auf der Radtour in den Osten der Insel daran vorbei.